Verschiedene Heizungsarten – verschiedene Vorteile

Der Begriff Ölheizung bezeichnet Anlagen, welche durch die Verbrennung von Heizöl EL wie auch anderen geeigneten Ölen Wärme in Wohngebäuden zu den unterschiedlichsten Zwecken erzeugen. Hierbei wird unterschieden zwischen Ölverbrennung ohne oder mit Hilfsenergie. In räumlich kleineren Dimensionen kann bei Letzterem die Verbrennung mithilfe eines Gebläses eingeleitet und höhere Leistung erbracht werden. Vorteilhaft für eine Ölheizung ist die enorme Versorgungssicherheit durch den weltweiten Bestand der Rohölreserven und dem möglichen Bezug aus mehr als 30 Ländern. Ebenso die ständige Weiterentwicklung, um die fossilen Brennstoffe in Zukunft durch natürlich wachsende Öllieferanten abzulösen bzw. deren Verwendung zu verringern.

Als Gasheizung wird eine Heizanlage bezeichnet, welche mit brennfähigen Gasen – meist Erdgas, aber auch Flüssiggase aus einem Propan-Butan-Gemisch oder in selteneren Fällen Biogas – während deren Verbrennung Wärme erzeugt. Diese Wärme wird von einem Wärmeträger (Wasser oder Luft) mittels einer Umwälzeinrichtung zu den Räumen transportiert. Um vor einer Gasexplosion zu schützen, erfolgt die Ausrüstung mit einer Zündsicherung, wodurch beim erlöschen der Flamme ein Elektromagnetventil die weitere Gaszufuhr unterbricht. Durch die sauberere Verbrennung ist Gas nicht derart belastend für die Umwelt wie Öl und der Kessel nur von wenig Reinigungs- und Wartungsarbeiten betroffen. Da Gas nicht in einem Tank gelagert werden kann, ist die Abhängigkeit durch den kommunalen Versorger und dessen Preisgestaltung gegeben.

Eine Pelletheizung gibt Wärme in den Raum ab, welche durch die Verfeuerung kleiner Presslinge aus Holz und Sägemehl erzeugt wurde. Zu unterscheiden gilt es hier zwischen Pellet-Etagenheizungen und Pellet-Zentralheizungen, welche durch unterschiedliche Arten der Beschickung (Fallschacht- oder Pelletfeuerung, Unterschubfeuerung, Quereinschubfeuerung oder mittels Walzenrostsystemen) versorgt werden. Zwar sind die Anschaffungskosten höher als bei vergleichbaren Gas- oder Ölheizungen, jedoch weisen die Betriebskosten längerfristig gesehen eine geringere Belastung auf. Aufgrund der wachsenden Nachfrage wird auch in diesem Bereich nach Alternativen geforscht. Restwertpellets (Mühlenrückstände) haben sich hier besonders bewährt, jedoch wird weiterhin mit Ölsaaten (z. B. Raps) oder Pflanzenkernen experimentiert.

Eine Feststoffheizung ist an Vielseitigkeit der Heizmaterialien nicht zu übertreffen. Stückholz, Holzreste, Späne, Spalten, Sägemehl, Pellets usw. dienen hier der Verheizung. Vorteilhaft für die Feststoffheizung sind die fehlende CO2 – Belastung und die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen. Der vermehrte Einsatz von Pellet-, Holz- oder Feststoffheizungen ist ein wirkungsvolles Mittel, um dem Treibhauseffekt entgegen zu wirken. War diese Art der Heizung vor einiger Zeit noch recht unhandlich in der Bedienung, steht sie bereits jetzt Öl- und Gasheizungen keineswegs nach. Die Beschaffung der Materialien erfolgt über die Versorgung mittels einem Silowagen, welcher diese direkt in den Vorratsbehälter pumpt.

Die ökologische Holzheizung ist nicht nur eine verantwortungsvolle Alternative zu den Heizungen mit fossilen Brennstoffen, sondern auch eine geeignete Ergänzung zu der bisher genutzten Wärmequelle der Zentralheizung. Das Verfahren einer Holzheizung hat heutzutage in Bezug auf den Standard an das einer Gas- oder Ölheizung erreicht und unterschreitet die festgesetzten Grenzwerte für Schadstoffemissionen. Nicht nur die eingesparten finanziellen Mittel für die Brennmaterialien, sondern auch der Anschaffungspreis ist kein Nachteil für die Umstellung auf eine Holzheizung. Gut zu kombinieren ist diese Art der Heizungen mit Solaranlagen.